· Aktualisiert: 15. Aug. 2026 · PKS Redaktion · Lernspiele & MINT · 7 min read
mBot Makeblock im Vergleich: Der beste Programmier-Roboter für Kinder? (2026)
mBot Makeblock Roboter im Überblick: Welcher passt zu deinem Kind? Modelle, Preise, Python & Scratch – und warum mBlock der entscheidende Vorteil ist.

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Wenn ein Kind mit LEGO-Robotik oder ersten eigenen Scratch-Programmen durch ist, wird ein echter Roboter zum naheliegenden nächsten Schritt. Der mBot von Makeblock ist in dieser Kategorie seit Jahren einer der Maßstäbe.
Die eigentliche Frage ist dabei selten, ob mBot oder ein anderes System — sondern welches mBot-Modell zu welchem Kind passt, und ob der Roboter überhaupt das ist, was das Kind gerade braucht. Beides beantwortet dieser Artikel, in dieser Reihenfolge.
Was ein Roboter im Kinderzimmer eigentlich leistet
Programmierbare Roboter sind teure Anschaffungen, und die Werbeversprechen sind groß. Was sich über diese Art zu spielen tatsächlich belegen lässt, ist bescheidener — aber brauchbar genug, um eine Kaufentscheidung darauf zu stützen.
Offenes, einfaches Material trägt das reichhaltigste Spiel. Über zehn Jahrgänge hinweg filmte die TIMPANI-Studie der Eastern Connecticut State University Kinder im Freispiel und kodierte, was dabei geschah — Problemlösen, Kooperation, Kreativität, Sprachgebrauch. Dasselbe Muster in jedem Jahrgang: Am stärksten schnitten Konstruktionsspielzeug und Replika-Figuren ab, also offenes, „low-tech”-Material mit mehreren Teilen (TIMPANI Toy Study, 2010–2019). Beobachtet wurden Drei- und Vierjährige, nicht Zehnjährige an Robotern, und es ist eine Beobachtungsstudie ohne Kausalaussage über einzelne Produkte. Für die Kaufentscheidung heißt das trotzdem: Ein Roboter, der nur einen fertigen Ablauf abspult, ist die schwächere Variante seiner selbst — es kommt darauf an, dass ein Kind ihn um- und weiterbaut.
Spiel ist die Form, in der Kinder lernen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung formuliert es unmissverständlich: Kinder entwickeln im Spiel ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Können. Das gilt altersübergreifend — und es ist der Grund, warum die entscheidende Frage beim Roboterkauf nicht lautet, was das Gerät alles kann, sondern ob das Kind damit über Monate etwas anfangen wird.
Daraus folgen zwei Förderziele, an denen sich jede Empfehlung hier messen lassen muss:
- Umbauen statt abspielen — der Roboter muss sich mechanisch verändern lassen, sonst ist er nach der Erstinbetriebnahme ein Fernsteuerauto.
- Vom Block zum Code ohne Bruch — die Programmierung soll dort anschließen, wo das Kind steht, und weiterführen, ohne dass die Hardware gewechselt werden muss.
Die Kurzfassung
Die mBot-Modelle im Überblick
- Für die meistenMakeblock mBot2 — aktuelle Technik, Scratch und Python auf derselben Hardware
- Der sanfte EinstiegMakeblock Codey Rocky — weniger Module, sofortiges LED-Feedback, für jüngere Kinder
- Wenn Mechanik reiztMakeblock mBot Ranger — drei Bauformen aus einem Bausatz, ältere Hardware
- Für TeenagerMakeblock Ultimate Robot Kit — Metallteile und über zehn Bauformen, deutlich anspruchsvoller
- Wenn Struktur fehltOpen Robots für Maker (Hanser) — fünfzehn Praxisprojekte auf Deutsch statt loser Tutorials
Warum gerade Makeblock
Makeblock hat sich auf STEM-Robotik spezialisiert und baut Hardware, die Kinder ernst nimmt, ohne erwachsen zu wirken. Der entscheidende Vorteil liegt in der Software: mBlock basiert auf Scratch 3.0. Ein Kind, das schon mit Scratch programmiert hat, kann mit dem mBot direkt loslegen, ohne eine neue Umgebung erst lernen zu müssen — Förderziel 2, bereits im Systemdesign angelegt.
Die Reihe deckt drei Altersstufen ab, vom Einstieg ab sechs über die Mittelstufe ab zehn bis zu fortgeschrittenen Modellen ab zwölf Jahren. Sensoren und Motoren lassen sich nach Herstellerangaben zwischen den Modellen austauschen, was praktisch ist, wenn ein Kind mit der Zeit hineinwächst. Günstig ist das alles nicht.
Das Betriebssystem spielt dabei kaum eine Rolle, weil mBlock laut Hersteller auf Windows, Mac, iPad und Chromebook gleich funktioniert. Für zu Hause bedeutet das: Die grafische Programmierung sieht überall identisch aus.
Die Modelle im Einzelnen
Für die meisten
Ein Roboter, der die Programmiersprache mitwächst
Makeblock mBot2 · 10–14 Jahre
Das aktuelle Flaggschiff der Reihe ist gegenüber dem älteren Ranger in fast allem gewachsen, und mit der CyberPi-Steuerplatine wird nach Herstellerangaben echte Python-Programmierung möglich, nicht nur das Stapeln von Scratch-Blöcken. Genau darin liegt der Wert für Förderziel 2: Ein Kind, das mit Scratch anfängt, muss für den Schritt zu geschriebenem Code weder Gerät noch Software wechseln — es bleibt in mBlock und sieht dieselbe Logik in einer anderen Darstellung. Wer unsicher ist, welches Modell es sein soll, liegt hier am seltensten falsch.
Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Nicht das günstigste Einstiegsmodell, und für Kinder unter zehn ohne Scratch-Vorerfahrung oft eine Nummer zu groß — dann ist Codey Rocky der ehrlichere Start. Fürs Umbauen (Förderziel 1) gibt der Ranger mehr her: Der mBot2 ist als eine Bauform gedacht, die man erweitert, nicht umkonstruiert.
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Weniger Module, dafür sieht ein Kind sofort, ob sein Programm läuft
Makeblock Codey Rocky · 6–8 Jahre

Codey ist eine kleine LED-Figur mit Monster-Charme, Rocky der dazugehörige Rover mit Rädern und Sensoren. Zusammen ergeben beide das Einstiegsset der Reihe. Programmiert wird ebenfalls über Scratch-Blöcke, nur mit weniger Modulen und dadurch übersichtlicher. Die bunte LED gibt unmittelbares Feedback, ob ein Programm getan hat, was es sollte — für jüngere Kinder ist genau diese sichtbare Rückmeldung der Unterschied zwischen Verstehen und Raten. Auf Förderziel 2 zahlt das am unteren Ende der Kette ein: erst begreifen, dass ein Befehl etwas auslöst, dann alles Weitere.
Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Zum Umbauen taugt Codey Rocky am wenigsten von allen Modellen hier — es ist ein fertiges Gerät, kein Bausatz. Wer Förderziel 1 ernst nimmt, hat mit dem Ranger mehr davon. Und ein Kind wächst schneller heraus als aus dem mBot2, was den Preis pro Jahr relativiert.
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Drei Roboter aus einem Bausatz — das Modell zum Auseinandernehmen
Makeblock mBot Ranger · 10–14 Jahre
Der Ranger lässt sich in drei Modi umbauen — als Tank, als Rover und als Dreibein — mit deutscher Anleitung und wenigen Handgriffen. Das ist das Modell für Förderziel 1: Wer den Roboter dreimal auseinandernimmt und anders wieder zusammensetzt, beschäftigt sich mit Mechanik statt nur mit Software, und genau dieses Umbauen ist es, was die Beobachtungen zu offenem Konstruktionsmaterial nahelegen. Programmiert wird wie beim mBot2 über mBlock.
Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Die Hardware ist die ältere Generation — Python über CyberPi bietet der Ranger nicht, für Förderziel 2 ist er also die kürzere Kette. Für den allerersten Kontakt mit Robotik ist er zudem die schwierigere Wahl: Der Zusammenbau verlangt Geduld, die bei einem frustrierten Einsteiger schnell aufgebraucht ist.
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Kein Roboter, sondern ein Robotik-Baukasten aus Metall
Makeblock Ultimate Robot Kit · ab 12 Jahren

Über zehn mögliche Bauformen, von Panzer über Greifarm bis Hexapod und Kran, gebaut aus Metallteilen mit kräftigeren Motoren. Für Förderziel 1 ist das die Vollausbaustufe: Hier wird nicht ein Roboter erweitert, sondern aus denselben Teilen immer wieder ein anderer gebaut. Programmiert wird ebenfalls über mBlock, wobei die Aufgaben deutlich technischer werden als bei den kleineren Modellen.
Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Für einen durchschnittlichen Zehnjährigen ist das deutlich zu viel des Guten — die Altersangabe ab zwölf ist keine Vorsichtsmaßnahme, sondern realistisch, und ohne echtes Technikinteresse bleibt der Kasten liegen. Es ist außerdem die teuerste Position in diesem Artikel.
Bei Amazon ansehenWenn Struktur fehlt
Fünfzehn Projekte in einer Reihenfolge statt fünfzig Videos ohne
Open Robots für Maker (Hanser Verlag) · ab 8 Jahren
Kein Roboter, aber die sinnvollste Ergänzung zu jedem der Sets oben: Erik Bartmann und Jörn Donges führen darin durch Hardware, Programmierumgebung und fünfzehn Praxisprojekte rund um die Makeblock-Plattform, Schritt für Schritt statt reiner Theorie. Der Nutzen liegt bei Förderziel 2: Der Weg von den ersten Blöcken zu eigenen Programmen ist genau die Stelle, an der viele Kinder stecken bleiben, weil ihnen niemand eine Reihenfolge vorgibt. Ein Buch tut das, YouTube nicht.
Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Deutschsprachige Fachbücher zu einer sich ändernden Software veralten — einzelne Screenshots und Menüwege können von der aktuellen mBlock-Version abweichen. Und wer ohnehin gern frei ausprobiert, braucht es nicht: Für offenes Konstruieren ist ein Projektbuch eher Leitplanke als Motor.
Bei Amazon ansehenVergleichsübersicht
| Modell | Alter | Rolle | Förderschwerpunkt | Programmierung |
|---|---|---|---|---|
| Codey Rocky | 6–8 J. | Einstieg | Befehl und Wirkung, LED-Feedback | Scratch-Blöcke |
| mBot2 | 10–14 J. | Hauptempfehlung | Weg von Scratch zu Python | Scratch + Python |
| mBot Ranger | 10–14 J. | Mechanik-Modell | Umbauen, räumliches Denken | Scratch-Blöcke |
| Ultimate Robot Kit | ab 12 J. | Fortgeschrittene | Konstruieren aus Metallteilen | mBlock, technisch |
| Open Robots (Hanser) | ab 8 J. | Begleitbuch | Struktur beim Programmieren | — |
Angaben nach Hersteller- und Händlerangaben, Stand August 2026. Preise nennen wir hier bewusst nicht, weil sie bei diesen Sets stark schwanken und jede Zahl im Artikel schneller veraltet als der Artikel selbst.
Worauf es beim Kauf ankommt
Die Altersangabe „ab 10 Jahren” ist kein Marketing-Gag, sondern ernst gemeint. Ein mBot verlangt Geduld, räumliches Denken und Konzentration, und ein Kind, das noch nicht sicher liest, tut sich mit der Anleitung schwer.
Ohne jede Vorerfahrung sind Codey Rocky oder der mBot2 die richtige Wahl. Bringt ein Kind schon Scratch-Kenntnisse mit oder will Richtung Python, führt am mBot2 kaum ein Weg vorbei.
Alle Modelle lassen sich mit zusätzlichen Sensoren und Modulen aufrüsten, etwa Ultraschall, Lichtsensor oder Magnetschalter. Praktisch, wenn ein Kind mehr will — teurer wird das Set damit aber auch, und für den Anfang braucht es nichts davon.
Was du vermeiden solltest
- Das größte Set kaufen, um Luft nach oben zu haben. Das Ultimate Robot Kit bei einem Zehnjährigen ist der klassische Fehlkauf dieser Kategorie: Was ein Kind überfordert, wird nicht später bespielt, sondern gar nicht. Lieber ein Modell, das jetzt passt, und in zwei Jahren neu entscheiden.
- Sensoren und Module gleich mitbestellen. Erweiterungen wirken im Warenkorb sinnvoll und liegen dann in der Schublade, weil das Grundmodell noch gar nicht ausgereizt ist. Erst wenn ein Kind von sich aus fragt, ob der Roboter etwas messen kann, ist der Zeitpunkt gekommen.
- Einen Roboter kaufen, wo Programmieren gemeint ist. Wenn das Interesse eigentlich der Software gilt, kommt ein Kind mit Scratch am Rechner kostenlos weiter — und zwar sofort. Die Hardware lohnt sich, wenn das Sichtbare den Reiz ausmacht: dass sich etwas bewegt, wenn der Code stimmt.
- Bei jüngeren Kindern auf einen Bildschirm setzen, wo keiner nötig ist. Für Vor- und frühe Grundschulkinder gibt es Programmieren ohne Bildschirm — dieselben Denkschritte, ohne Tablet daneben.
Häufig gestellte Fragen
Kann mein Kind mit 8 Jahren schon den mBot2 programmieren?
Technisch ja, wenn es Scratch schon kennt oder schnell lernt, hängt aber stark vom einzelnen Kind ab. Manche Achtjährige sind bereit, andere warten besser noch ein Jahr. Codey Rocky ist für diese Altersgruppe die sicherere Wahl.
Brauche ich einen Computer zum Programmieren, oder geht das mit Tablet?
mBlock läuft nach Herstellerangaben auf iPad und Android-Tablets, der Roboter verbindet sich per Bluetooth. Auf dem Desktop steht der volle Funktionsumfang zur Verfügung, zwingend ist ein Computer für den Einstieg aber nicht.
Sind Sensoren und Module zwischen allen mBot-Modellen austauschbar?
Weitgehend ja, das ist einer der Hauptvorteile der Reihe. Der Ultraschall-Sensor vom mBot2 passt zum Beispiel auch auf den Ranger. Nicht alle älteren Sensoren sind allerdings mit neuen Steuerplatinen kompatibel, ein Blick ins Handbuch lohnt sich vor jedem Zukauf.
Muss mein Kind Python können?
Nein, Scratch ist der Einstieg für alle. Python ist ein Zusatzangebot für Kinder, die mehr wollen, und mBlock übersetzt Scratch-Blöcke nach Herstellerangaben automatisch in Python-Code.
Kann mBot auch draußen fahren, auf Rasen oder Kies?
mBot2 und Ranger sind für harte Oberflächen gebaut, also Laminat, Fliesen, Asphalt. Auf Rasen oder Kies wird es schwierig, das bleibt eher ein Roboter fürs Zimmer.
Wenn ihr tiefer einsteigen wollt
- Roboter-Spielzeug im Vergleich – mBot neben Botley, Cubetto und den übrigen Systemen
- Scratch: der Einstieg über die Software – die Programmiersprache hinter mBlock, auch ohne Roboter nutzbar
- Programmieren lernen für Kinder – der Überblick über alle Wege, vom Vorschulalter bis zur Oberstufe
- Programmieren ohne Bildschirm – die Alternative für jüngere Kinder
Zusammengefasst
Anfänger sind mit Codey Rocky oder dem mBot2 gut bedient, wer schon Erfahrung hat und gern schraubt, findet im Ranger das interessantere Modell, und Teenager mit ernsthaftem Technikinteresse greifen zum Ultimate Kit. Wer unsicher ist, liegt mit dem mBot2 am seltensten falsch: aktuelle Technik, laut Hersteller Python-fähig, und damit das Modell, das den Weg vom Block zum Code am weitesten mitgeht.
Unsere Empfehlung: mit dem mBot2 anfangen und erst nachrüsten, wenn das Kind von sich aus mehr will. Das System wächst mit — der Vorrat an Sensoren muss es nicht. Wer sich das gesamte Makeblock-Sortiment selbst ansehen will, findet hier die Übersicht aller Modelle.



